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Roy Präger - Die offizielle Website Roy Präger - intern
ROY PRÄGERFUSSBALLKARRIERE
Teil 2: Meine Karriere von gestern bis heute
Im Internat in Brandenburg

Roy vor dem elterlichen Haus Mit 14 bin ich von zu Hause weg und nach Brandenburg. Ich gebe es zu: Am Anfang war das ganz schön hart. Riesiges Heimweh plagte mich, nur gut, dass meine Mutter Postfrau war. In der DDR gab es nämlich noch nicht viele Telefone, meine Eltern hatten aber eines dank des Berufes meiner Mutter. So konnte ich jeden Abend zu Hause anrufen. "Roy, halt durch!" haben Vati und Mutti dann immer zu mir gesagt und mich getröstet. Und ich habe mich durchgebissen, nach einem halben Jahr war das Heimweh vorbei.

Dabei geholfen haben mir die Jungs, mit denen ich eine Bude geteilt habe. Zu fünft lagen wir auf einem Zimmer und haben manch Dummheit angestellt. Au weia, was wäre wohl passiert, hätten sie uns im Fernsehraum erwischt beim Gucken von Westfernsehen. Das war strengstens verboten! Aber wir wollten auch Bundesliga und Europapokal sehen und nicht nur DDR-Oberliga. Also haben wir heimlich geguckt.

Die Zeit im so genannten Lehrlingswohnheim (LWH) war eine schöne. Um zehn mussten wir spätestens im Bett sein. Einer von uns musste immer den Lehrling vom Dienst mimen. Der saß an einem Tisch in der Mitte des Flures und musste für Ordnung sorgen. Witzig! Ich habe immer alles durchgehen lassen.

Roy beim Training bei Stahl Brandenburg Fußballerisch habe ich bei Stahl Brandenburg eine Menge dazugelernt, vor allem, wie man sich durchsetzt. So langsam wurde es ernst, es gab in einigen Spielen und auch im Training ganz schön was vor die Hölzer. Gefördert haben mich vor allem mein Jugendtrainer Wolfgang Greksch und mein Juniorencoach Horst Scholz. Ich bin stolz, dass ich zu Herrn Scholz noch immer ein gutes Verhältnis habe und er oft Bundesliga-Spiele von mir beobachtet. Er sagt mir hinterher auch, was gut und was schlecht war - fast so wie früher. Wenn wir uns heute treffen, erzählen wir uns jedes Mal eine Geschichte: Mein Vater hat mich mal zu einem Spiel gefahren. Auf dem Weg dorthin sahen wir am Straßenrand plötzlich Herrn Scholz gehen, der kein eigenes Auto hatte. "Papa, halt an! Herrn Scholz nehmen wir mit, da kann ich kratzen", sagte ich. Und wir hielten an und nahmen Herrn Scholz mit.

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